Das Bildungssystem in Indien
In Indien herrscht die allgemeine Schulpflicht und ist an den öffentlichen
Schulen kostenlos. Das von der britischen Kolonialmacht eingeführte Schulsystem setzt sich aus
vier verschiedenen Stufen zusammen. Die Grundschule umfasst fünf Jahre und wird von einer
Sekundarstufe I, auch Mittelstufe genannt, welche drei Schuljahre hat, gefolgt. Darauf aufbauend
folgt eine Sekundarstufe II, die Oberstufe, welche bis zum 12. Schuljahr geht und den Zugang zu den Hochschulen ermöglicht.
Das Bildungswesen kann gerade im Bereich der Grundschulen und Mittelstufen, aufgrund der rasanten
Wachstumsrate in Indien, leider nicht mithalten und soziale sowie regionale Defizite nicht ausgleichen.
So liegt nach einer Schätzung der indischen Regierung die Quote der Analphabeten bei über 35%.
Die Qualität der Schulen weist dramatische Unterschiede auf. Hauptgründe für diese gravierenden Mängel
sind in dem Fehlen einer umfangreichen modernen Pädagogenausbildung zu sehen und in der überwiegend
schlechten Ausstattung der Schulen mit Personal, Material und Finanzmitteln.
Sprachreisen
Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass Indien über rund 400 Hochschulen verfügt aber kaum Berufsschulen zur
Qualifikation im nicht
akademischen Bereich hat. Bisher wurde durch den Staat vor allem die höheren
Bildungseinrichtungen gefördert. Was nichts daran ändert dass die Mittel- und Oberschicht ihre Kinder
vorzugsweise auf private Bildungseinrichtungen schickt. Um diesen Problemen entgegen zu wirken, hat die
indische Regierung in den letzten Jahren die Ausgaben im Bildungsbereich beträchtlich erhöht.
