das politische System in Indien
Laut der Verfassung der indischen Union, die am 26.11.1949 von der Verfassungsgebenden
Versammlung akzeptiert wurde und am 26.01.1950 vollständig in Kraft trat, ist Indien eine säkulare,
demokratische und föderale Republik. Die Zentralregierung verfügt über weit mehr Kompetenzen als die einzelnen
Bundesstaaten. Seit Indien im Jahr 1947 von Großbritannien unabhängig wurde, hat sich dort Teilung der Gewalten
von Legislative, Exekutive und Judikative etabliert.
Das Staatsoberhaupt Indiens ist der Präsident, welcher von einem Gremium auf fünf Jahre gewählt wird.
Wobei hier die Möglichkeit der Wiederwahl besteht. Das wählende Gremium setzt sich zu 50% aus den Mitgliedern
des Unionsparlaments und aller Parlamente der Bundesstaaten zusammen.
Der Präsident übt formell, unter
Beratung mit dem Premierminister und dem Ministerrat, die Exekutivgewalt aus.
Mit dem Parlament, welches aus zwei Kammern (Haus der Staaten und dem Haus des Volkes) besteht, bildet der Präsident die Legislative.
Als im Mai 2009 die Unterhauswahlen des Parlaments stattfanden, bildete sich aus der Kongresspartei,
fünf weiteren Parteinen und einiger Abgeordneter von Kleinstparteien die Koalition der United Progressive Alliance.
Diese Regierungskoalition verfügt zwar nicht eine parlamentarische Mehrheit, wird aber von anderen Parteien unterstützt.
In den meisten
Bundesstaaten bildeten sich über die letzten Jahrzehnte die unterschiedlichsten Regionalparteien.
Den meisten dieser regionalen Parteien gelingt es meistens nicht Ihren Einfluss auf den Zentralstaat zu erweitern.
