die Wirtschaft Indiens

Indien verfügt über die an der zweitstärksten expandierenden Volkswirtschaft und wird nur noch von China übertroffen. Aufgrund der hohen Einwohnerzahlen wird es vorrausichtlich bis in ca. fünfzig Jahren nicht nur das bevölkerungsreichste Land sein, nein, sondern mit ihrem Bruttoinlandsprodukt an der dritten Stelle liegen (nach China und USA).

Indien verfügt über eine so genannte gelenkte Volkswirtschaft, mit einer immer mehr zunehmenden Privatisierung und Deregulierung. Aufgrund dieser Entwicklungen wird Indien die letzten Jahre immer mehr in die Weltwirtschaft integriert. Doch obwohl Indien über ein solches Wachstum verfügt, ist es ein Entwicklungsland und gehört zu den zwanzig ärmsten Ländern der Welt.

Die wesentlichsten Merkmale sind das schlechte Verhältnis zwischen dem Bruttoinlandsprodukt und dem Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft, bei den Dienstleistungen und der verhältnismäßig geringen Relevanz der verarbeitenden Industrie.

Bereiche wie Öl, Gas, Kohle, Schwerindustrie, Transportwesen, Banken und Versicherungen werden im Wesentlichen von staatlichen Unternehmen unter direkter oder indirekter Kontrolle der indischen Regierung beherrscht.

Aufgrund von Reformen aus dem Jahr 1991 hat sich Indien immer mehr der Weltwirtschaft geöffnet. Zu den wichtigsten Importgütern gehören Maschinenbau- und elektrotechnische Erzeugnisse als auch die Einfuhr von Fahrzeugen. Dagegen spielt die Einfuhr von Nahrungsmittel nur eine geringe Rolle. In größerem Umfang werden auch Edelsteine zur Weiterverarbeitung importiert. Beim Export spielen dabei Edel- und Halbedelsteine, sowie Maschinen, Baumwollkleidung, Tee und Gewürze an der vordersten Stelle.